Bericht Nordkap 2012


Fischen am Nordkap.

So hieß unser Ziel dieses Jahr für einen Angeltrip nach Norwegen mit Kunden, welche über die Jahre auch zu Freunden geworden sind. Am 18.06.2012 ging es endlich los, unsere heißersehnte Reise an das nördlichste Ende Europas. Das Ziel unserer Kunden und mir hieß dieses Jahr Sarnes bei Honningsvag auf der Insel Mageroya, rund 45 km südlich des Nordkap. Andreas , unser Kunde, war vor zwei Jahren schon einmal zum Fischen am Kap.  Damals stand für ihn fest, ich komme wieder. Sofort nach der Rückkehr begeisterte er Siggi von Hüttes Angelladen in Eisenhüttenstadt und Roland, zwei gute Freunde von ihm. Dann baten sie unser Fjord-Tours Team, sie bei der Planung professionell  zu unterstützen und wieder alle Buchungsformalitäten perfekt zu tätigen. Bei einem Infoabend im Mai 2011 wurde dann gemeinsam festgelegt, dass wir, Dieter(der Smutje auf dieser Reise) und ein Mitarbeiter von Fjord-Tours, mit dem Auto vorwegfahren und die anderen 3 mit dem Flieger von Berlin nach Alta anreisen. Gesagt getan. Dieter und ich starteten am 18.06.2012 Richtung Nordkap. Insgesamt 2800 km lagen vor uns. Erster Stopp mit Übernachtung war unsere Ferienlogde Harriniva im finnischen Muonio. Es regnete stark und die Mücken hatten echten Heißhunger. Ein paar Würfe mit der Spinnrute auf die legendären arktischen Äschen des Muoniaelva, aber das Glück blieb uns leider versagt. Nun wollten wir aber nur noch ins Bett, um am nächsten Tag die restlichen 600 km bis nach Sarnes zu fahren. In Sarnes angekommen, erwartete uns mein Geschäftspartner und Vermieter Haakon bereits am Ferienhaus welches er schon einmal für uns auf Betriebstemperatur gebracht hat. Das heißt, die Heizungen waren an, da draußen gerade ein kräftiger Nord-West mit starkem Regen-Graupelmix und das bei knackigen 4 °, tobten. Haakon meinte:  Ist halt nicht Mitteleuropa. Aber keine Sorge: Morgen wird es besser. Recht sollte er haben. Nach einer ausführlichen Einweisung in unseren 24 ft Diesel Kabinenkutter mit Probefahrt machten wir klar Schiff im Haus und gingen schlafen. Das war nicht so einfach, da die Wolkendecke wie von Haakon vorausgesagt, aufriss, und nun die ganze Nacht die Sonne schien. An nächsten Tag fuhr ich bei schönem Wetter, aber immer noch kalten 6 °, nach Alta und holte die 3 Jungs ab. Die Vorfreude nach der herzlichen Begrüßung war groß und die nordische Landschaft überraschte uns mit Rentierherden, reißenden Wildbächen am Straßenrand und Holzgestellen voll mit Stockfisch in der Ortschaft Olderfjord am Posangerfjord. So ging die Fahrt schnell vorbei und alle wollten bloß noch eins- endlich Fischen.  Dieter, unser Smutje, erwartete uns schon mit einer kräftigen Mahlzeit und einem Begrüßungsschluck. Dann ging es endlich los. 20.00 Uhr abends im Schein der nicht untergehenden Sonne Nord Norwegens fuhren wir unserem lang ersehnten Angelabenteuer entgegen. Das Meer hatte sich beruhigt und der Blick auf die Berge und Sunde der Sarnesbucht bei klarer Meeresluft war  gigantisch. Andreas hatte uns heiß auf Steinbeißer gemacht, welche wir natürlich auch fangen wollten. Doch zuerst hieß es Köder fangen. Schnell hatten wir eine Kiste voll mit Seelachsen gefangen, welche Andreas sofort filetierten und in für die Beißer appetitliche Köderstücke schnitten. Nun nur noch eine vernünftige Tiefe zwischen 20 und 40 m suchen, den Kutter in die Strömung stellen und los ging es am Kap von Bismarhall am südlichen Ende der Sarnes Bucht. Kaum hatte meine Montage, bestehend aus einem Beifänger mit großem Haken, grünem Gummioktopus und Fischfetzen mit einem 300 Gramm. Blei auf einem Metall Rig und einem Nachläufer den Grund berührt, gab es einen kräftigen Schlag. Der Drill war heftig, aber wegen der geringen Tiefe von 20 m kurz. Da war er, der erste Steinbeißer. Rund 5 kg schwer und knapp 1 m lang. Kaum war meiner sicher an Bord verhaftet, biss der nächste bereits auf die Angel von Andreas. Die Drift ging vom Ufer weg, und brachte uns dann 6 kapitale Fische in knapp einer Stunde. Alle waren happy. So hatten wir es uns vorgestellt. Nach rund 7 Stunden ging es nachts gegen 02.00 Uhr zurück zum Haus. Nun war filetieren angesagt. Erschöpft fielen dann alle in den frühen Morgenstunden ins Bett. Am nächsten Tag, nach einem ausführlichen Frühstück ging es wieder auf große Fahrt. Erst Köderfische und dann Steinbeißer. Es war einfach faszinierend. Kleine Steinbeißer unter 2 kg setzten wir wieder zurück. Auch Dorsche und Schellfische fanden wieder den Weg zurück ins kalte Nordmeer. Wir wollten ordentliche Steinbeißer. Und bekamen ordentliche Steinbeißer. Kistenweise. Dieter  toppte dann den Angel Tag. 2 Steinbeißer Dubletten hintereinander und kein Fisch wog weniger als 3 kg. Wieder zurück im Hafen wanderten dann einige Fische als fangfrische Filets direkt in seine Küche. Diese wurden in Butter gebraten und mit frischen Salzkartoffeln serviert. Ein absoluter  Hochgenuss und genau das richtige nach einem so erfolgreichen Angel Tag.

Sonntag ging es dann bei schönem Wetter an das 45 km entfernte Nordkap. Nach einem ernüchternden Eintrittspreis waren wir aber Ergriffen vom nördlichsten Zipfel des europäischen Festlandes. Wie rund 1000 andere Touristen aus der ganzen Welt gleichzeitig auch. Sonne und eine tolle Fernsicht lassen uns einen wohligen Schauer über den Rücken laufen beim Anblick dieser gewaltigen Natur. Wir kauften noch ein Nordkap Zertifikat als Erinnerung und fuhren zurück nach Sarnes. Ein Zwischenstopp im Fischerdorf Skarsvag wollten wir für den Kauf von „ Stalins letzter roter Armee“, den Königskrabben nutzen. Leider war schon alles weg und die Frau vom Fischer vertröstete uns auf den nächsten Tag gegen 15.00 Uhr am Hafen. In Sarnes angekommen, wollten alle wieder Fischen. Die Sonne schien, es war schon wieder Abends, aber unser Schlaf/Wachrhythmus war eh schon total durcheinander. Also rein in die Thermos und raus in die Sarnes Bucht. Und wieder fingen wir große Steinbeißer. Am Montagnachmittag wollten wir es einmal im Magaroya Straumen auf Heilbutt probieren. Den Tipp hatten wir von Haakon. Stellt euch mit der auslaufenden Strömung ans Ende des Straumes und viel Glück, hatte er gesagt. Das war leider leichter gesagt als getan. Die Unterströmung war zu gewaltig und wir trifteten mit unserem Kutter zu schnell. Bleigewichte von bis zu 1 kg erreichten nicht die Tiefe von 30 m. Also Motor an und zurück nach Bismarhall. Dort waren sie dann auch wieder, unsere muschelknackenden Freunde. Durch die viele Fahrerei hatten wir aber den Tag letztendlich weniger erfolgreich verbracht als die Tage zuvor, so das nur wenige Steinbeißer den Weg in die Fischkisten fanden.

Aber dann kam „der“  Tag auf dieser Reise. Der Dienstag. Wir hatten leichten Wind aus Nord-West, die Sonne schien, Köderfische waren wieder schnell gefangen und wir stellten uns in die Strömung vor Smines. In Tiefen zwischen 20 und 40 m fingen wir wieder einen Steinbeißer nach dem anderen. Große, kräftige Tiere bis 8 kg, welche aber erstaunlicherweise sehr zaghaft bissen.  Hier war Siggi einfach virtuos. Er registrierte jeden kleinen Zupfer an seiner Rute, setzte den Anschlag im richtigen Moment und wurde prompt mit großen Fischen belohnt. Dann kam die große Stunde von Roland. In 30 m Tiefe biss ein großer Steinbeißer von 6 kg  auf den Beifänger. Beim Drill riss es dann Roland fast die Angel aus der Hand. Im Mittelwasser stieg ein Heilbutt ein. Nun ging der Tanz richtig los. Andreas und Siggi standen mit den Gaff  parat und ich mit der Videokamera. Nach einem heftigen Drill, bei dem die Fische sogar unter das Boot tauchten, konnten beide schließlich sicher gegafft werden. Nun war der Jubel groß. Eine Steinbeißer-Heilbutt Dublette. Das gibt es nicht alle Tage. Zum Glück festgehalten auf Video, könnt ihr euch den Drill auf unserer Internetseite www. fjord-tours.eu anschauen. Nun ging es zurück zum Haus. Erst eine Fotosession mit allen überglücklichen Anglern und der Beute und anschließend an das Filetieren der 3 Fischkisten voll Steinbeißer und dem Butt. Dieter hat für unsere müden Knochen schon mal die Sauna angeheizt, welche wir dann gegen 04.00 Uhr morgens auch ausgiebig nutzen. Zur Abkühlen ging es in den neben dem Haus ins Meer fließenden Wildbach. Am Mittwoch drehte dann der Wind auf Nord und eine gewaltige Dünung lies den Kutter stark schwanken, so dass das Angeln keinen richtigen Spaß machte und auch nicht so viele Fische brachte wie erhofft. Aber wir hatten eh jeder schon so viel gefangen, so dass wir das Soll von 15 kg pro Person  längst erfüllt hatten. Wir fingen noch einige Steinbeißer und große Schellfische sowie einen Rotbarsch. Auch einige große Sandschollen  bissen gierig auf unsere Köder. Geräuchert sind diese Platten eine absolute Delikatesse. Donnerstag war dann bei schlechtem Wetter Entspannung und Packen angesagt. Abends noch die traurige Vorstellung unserer Nationalelf beim Halbfinale der EM angeschaut und ab ins Bett. Gegen 02.00 Uhr war die Nacht dann zu Ende und ich fuhr die 3 zurück nach Alta zum Flieger. Jeder mit einer Kiste gefrorener Steinbeißer Filets, welche Andreas fein säuberlich zu je 6 Stück pro Tüte in Vakuum Tüten eingepackt hatte, im Gepäck. Wir machten uns dann mit dem Reisegepäck unserer Freunde zurück auf die lange Fahrt durch Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark nach Deutschland, wo wir am Samstagabend gegen 18.00 Uhr erschöpft aber überglücklich diese Reise erlebt zu haben, wieder zu Hause ankamen. Andreas rief an und sagte, das machen wir in 2 Jahren wieder, buch schon mal Haus und Kutter, wir sind alle wieder mit dabei. Und ich garantiert auch….

Euer Heiko von Fjord Tours

 

Kurzinfo Sarnes:

Häuser:

Komfortable Ferienhäuser für bis zu 6 Personen mit Sauna direkt an der Sarnesbucht. Teilweise mit Wlan und deutschen SAT TV.

Boote:

Hochseetüchtige Kabinenkutter mit modernsten GPS und Echolot für bis zu 6 Personen

Fischen:

Von Mai bis Mitte Juli hervorragend auf Steinbeißer, Dorsch und Schellfisch. Ab Juni auch verstärkt auf Heilbutt.

Ausrüstung:

Kurze, aber sensible Bootsruten bis 300 gr. mit Naturködermontagen und Bleigewichten bis 500 Gramm. Multirollen mit ausreichend geflochtener Schnur. Pilk angeln mit Vorfächern zum Fang der Köder. Warme Thermoanzüge oder Rettungsanzüge, dicke Socken.

Gewässer:

Stark durchströmt und nährstoffreich. Beste Tiefen für Steinbeißer und Dorsch: 20 m bis 60 m.

Tipp:

Unterwasserkanten und Riffe in 20-40 m Tiefe suchen. TOP SPOTs: Das Riff vor Bismarhall und die Riffe vor Smirnes.

Ausführliche Unterwasserkarten und Buchung in unserem Buchungsbüro unter 09932-908872.

Einkaufsgutschein

 

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Bei Reisebuchungen über Fjord-Tours erhaltet  Ihr mit der  Buchung für jeden  Reiseteilnehmer  einen Einkaufsgutschein  über einmalig 10% Rabatt auf deinen gesamten Einkauf bei unserem Partner der spezialisiert auf hochwertiges Angelzubehör für Meeresangeln und Raubfischangeln ist.

Dies gilt für jeden Teilnehmer, der an deiner gebuchten Reise teilnimmt.

 

 

Dies gilt auch für Fährbuchungen ohne Ferienhaus und Busreisen.